Auszeichnungen/Preise/Lobende Erwähnungen
In einem Schreibwettbewerb zum 400-jährigen Jubiläum der Stadtbibliothek Lübeck im Jahr 2022 wurden die besten Geschichten unter dem Motto „Abenteuer Bibliothek – vom Lieblingsort bis zum Küstenkrimi“ gesucht. Hier gewann ich mit meiner Kurzgeschichte "Der perfekte Unfall" den 2. Platz Erwachsene. Mit einer wunderbaren Lesung durch Lübecker Schauspieler und Schauspielerinnen wurden unsere Geschichten in einem ehrwürdigen Raum vorgetragen und sind seither in einer bibliotheksinternen Anthologie in der Lübecker Bibliothek auszuleihen.
Am 14.4. 2025 flashte mich auf FB nachstehende lobende Erwähnung:
Carola Seeler ist freiberufliche Schriftstellerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coach – und engagiertes Vorstandsmitglied der Gruppe 48 e.V., wo sie als Beisitzerin die Mitgliederverwaltung gestaltet.
Sie studierte an der FernUniversität Hagen sowie an der Wirtschaftsakademie und verbindet in ihrer Arbeit wirtschaftliches Know-how mit psychologischer und spiritueller Tiefe.
Mit dem Sachbuch „Hexen, Schamanen und Priesterinnen im Wandel der Zeit“ (2010) widmet sie sich der Entwicklung spiritueller Frauenrollen – zwischen Mythos, historischer Verfolgung und moderner Selbstermächtigung.
2024 veröffentlichte sie den Roman „Einmal Haithabu und zurück“ (Engelsdorfer Verlag), ein faszinierendes Zeitreise-Abenteuer mit nordischer Kulisse – und einer Protagonistin, die ihr eigenes Alter Ego verkörpert.
Carola Seeler vereint Intellekt, Intuition und kreative Kraft – und bereichert mit ihrem vielseitigen Profil die literarische und organisatorische Arbeit der Gruppe 48 auf besondere Weise.
Prädikat: Unbezahlbar.
NOVEMBER 2025
Meine Kurzgeschichte „Nicer Shice“ wurde von mir als Autorin, „Der Tod allein ist keine Frau“ vom Mackinger Verlag zu den jeweiligen Ausschreibungen für 2026 für den Friedrich-Glauser-Preis eingereicht und stehen auf der Liste der angenommenen Texte.
Der Roman "Der Tod allein ist keine Frau" und meine kriminelle Kurzgeschichte "Nicer Shice", erschienen in der Anthologie "Du musst Dein Ändern leben", stehen auf der Longlist zum "Glauser" 2026.
UND eine Rezension zum Roman darf nicht fehlen:
„Der Tod allein ist keine Frau“ ist ein Roman, der eindringlich von Identität, Macht und der Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen erzählt. Das Autorenduo verbindet eine präzise, stellenweise kühle Sprache mit atmosphärisch dichten Bildern, die lange nachwirken. Persönliche Traumata und gesellschaftliche Strukturen verweben sich zu einem Geflecht aus Schmerz, Widerstand und Sehnsucht – ohne in einfache moralische Kategorien zu verfallen.
Die Figuren sind komplex, widersprüchlich und zutiefst menschlich. Im Zentrum steht die Studentin Aische Ylmaz, die im beschaulichen Passau ihre Freundin ermordet auffindet. Dieses Ereignis zieht sie in die düsteren Seiten der kleinen Stadt hinein und führt sie an die Grenzen von Loyalität und Angst. Gemeinsam mit Kommissar Xaver Moosleitner blickt sie hinter die Fassaden religiöser und gesellschaftlicher Verbindungen, entdeckt Machtmissbrauch und andere dunkle Geheimnisse. Mit kompromissloser Selbstanalyse und verletzlicher Stärke trägt die Protagonistin durch die Geschichte, in der sich introspektive Innenschau und scharfe Realität zu einem psychologisch intensiven Panorama verweben.
Besonders eindrucksvoll ist die Frage, was Überleben bedeutet, wenn das eigene Selbstbild zerbrochen ist. Der Roman schaut ungeschönt auf die Erfahrungen von Kindern, die in Institutionen oder kirchlichen Einrichtungen Gewalt und Entwürdigung erlebt haben. Er zeigt, wie tief solche Verletzungen Identität und Geschlechtsempfinden prägen können – bis hin zur Verdrängung oder Aufspaltung des eigenen Ichs.
Auch in der studentischen Gruppe verdichten sich individuelle Brüche zu einem kollektiven Spannungsfeld. Mit Aisches Erlebnis reißt das Verdrängte wieder auf, Loyalitäten geraten ins Wanken und gesellschaftliche Fassaden beginnen zu bröckeln. Das Autorenduo zeichnet ein präzises Bild einer von Schuld, Schweigen und Machtkämpfen geprägten Gesellschaft, in der selbst privilegierte Milieus nicht frei von Verstrickungen bleiben.
„Der Tod allein ist keine Frau“ ist kein leichtes Buch – aber eines, das mutig dorthin blickt, wo viele wegsehen. Es ist ein Buch, das man nicht einfach „liest“, sondern das man eine Weile mit sich herumträgt. Es fordert, erschüttert und schenkt jene seltene Klarheit, die entsteht, wenn Literatur das Unsagbare berührt.
(November 2025)
Dankeschön!!